Das Tal der Rosen

Wen mann durch das wunderschön angelegte Tal der Rosen spazieren geht, dann fallen die Steilhänge auf.  Kaum vorstellbar, dass dieser Platz lange Jahre ein Steinbruch und später eine Müllhalde war.

Bereits vor 500 Jahren wurden hier Steine gebrochen. Um das Jahr 1500 soll es bereits eine Ordnung für Steinbrechner gegeben haben. Um 1700 wurden an diesem, damals noch zur Feuerbacher Gemarkung gehörenden Gebiet, organisierte Werk­stein­brü­che in Betrieb genommen, in welchen Steinbre­cher aus Feuer­bach tätig waren und deren Zahl 1850 auf etwa 100 anstieg. Es waren die größten Steinbrüche im Oberamt Stuttgart. Abgebaut wurde hier bis 1904 der Schilfsandstein abgebaut, welcher als Bau­material u.a. in der Stuttgarter Innenstadt Verwendung fand.

Nachdem im Jahre 1904 der Stadtgemeinde Stuttgart gestattet wurde, den Steinbruch „auf der Heide als Ablagerungsplatz für Kehricht“ einzurichten, nutzte man dieses Tal dann zunächst zum Lagern von Schutt und Abfall.

1939 wurde zur Reichsgartenschau eine Nutzungsänderung vorgenommen und der Potsdamer Gartenarchitekt Hermann Matern gestal­tete dafür dieses einladende Erholungsparadies.

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