Der Feuersee

Zehn Minuten zu Fuß vom der Königstraße entfernt, liegt der Feuersee. Eine üppig grüne Vegetation von  alten Bäumen, wie z.B. Trauerweiden, umsäumt den Feuersee im Westen Stuttgarts. Der idyllische Platz wird im Wesentlichen durch einen großen See und die angrenzende Johanneskirche ausgefüllt.

Anfangs des 18. Jahrhundert war die Wasserversorgung Stuttgart ein großes Problem. Um die Versorgung Stuttgart zu gewährleisten wurde Wasser aus zahlreichen, auf außerhalb Stuttgarts liegenden Höhenlagen,  sprudelnde Quellen über hölzerne Rohrleitungen nach Stuttgart geleitet. Wegen des großen Wasser- und Löschwassermangels lies Herzog Eberhard Ludwig 1701 das Wasserreservoir, den Feuersee, zur Verbesserung der Situation im Stuttgarter West anlegen. Es sollte den Brandschutz verbessern und Wasser zum Feuerlöschen bei eventuellen Stadtbränden bereit halten. Später sollte er die baden-württembergische Metropole insbesondere in Kriegs- und Krisenzeiten unabhängig von der Wasserversorgung von außen machen und die Bevölkerung schützen.

Im 19. Jahrhundert wurde der Feuersee um eine weitere Attraktion bereichert, die große Fontäne. Es handelt sich dabei um eine der leistungsstärksten Fontänen jener Zeit, die über viele Jahre hinweg unzählige Besucher anzog.

Schnell wurde der Feuersee zum Flanieren und Eislaufen von der Bevölkerung angenommen.

 

Nach dem der Feuersee in die Jahre gekommen war und der Balkon vermoost und wenig anschaulich wurde, erfolgte 2016 die Neugestaltung des Balkons.

So überrascht es nicht, dass die neuen Stufen am Feuersee in kurzer Zeit zum beliebten Treff geworden sind. Ein urbaner Wohlfühlort zum Plaudern, Träumen, Trinken, Feiern. Die Älteren fühlen sich an die legendäre Freitreppe des Kleinen Schlossplatzes erinnert. In Stuttgart gibt es nur wenige Orte, an denen man die Stadt am Wasser idyllisch erleben kann.